layerling: Das Open-Source-Upgrade für Tinkercad-Umsteiger
Wenn du deine 3D-Druck-Modelle bisher mit Tinkercad entworfen hast, kennst du vermutlich zwei typische Hürden: Den Registrierungszwang für ein Autodesk-Konto und die fehlende Möglichkeit, Kanten unkompliziert mit einer Fase (Chamfer) oder Rundung (Fillet) zu versehen – beides absolute Standardanforderungen für funktionale 3D-Druck-Bauteile.
Genau hier setzt layerling an. Der kostenlose 3D-Editor läuft vollständig in deinem Browser und erfordert kein Konto. Deine Entwürfe bleiben komplett lokal.
Bekannter Workflow, bessere Werkzeuge für Maker
layerling ist ein Fork des Open-Source-Projekts SketchForge (von Formsmith) und übernimmt den bewährten Arbeitsablauf:
- Formen werden einfach per Drag-and-Drop auf die Arbeitsebene gezogen.
- Jedes Objekt ist entweder ein Volumenkörper oder eine Aussparung.
- Beim Gruppieren schneidet die Aussparung das Material aus dem Körper heraus.
Die entscheidenden Upgrades für den 3D-Druck:
- Fasen und Verrundungen: Liegen direkt als Werkzeuge im Menüband und lassen sich sogar nachträglich wieder entfernen. Ideal, um "Elefantenfüße" zu vermeiden oder Kanten angenehmer greifbar zu machen.
- Präzision: Eingaben in echten Maßen garantieren, dass deine Konstruktionen später auf dem Druckbett auch wirklich maßhaltig sind.
- Erweiterte Geometrien: Skizzen mit Kurven, Drehkörper und fertige Zahnrad-Tools erleichtern den Entwurf mechanischer Modelle enorm.
Slicer-Ready: Export und Technik
Für den nahtlosen Import in moderne Slicer (wie etwa Orca Slicer) unterstützt das Tool neben STL und OBJ auch das STEP-Format, welches exakte Kurven anstelle von facettierten Dreiecksnetzen an den Slicer übergibt. Für zweidimensionale Schnitte wird zudem SVG angeboten.
Die Benutzeroberfläche ist komplett auf Deutsch und Englisch nutzbar. Das gesamte Projekt steht unter der freien AGPL-3.0-Lizenz, der Quelltext wird auf GitHub gepflegt.
Nerd-Bonus: KI-Integration
Für Bastler, die gerne technisch in die Tiefe gehen: Über einen auf der GitHub-Seite beschriebenen MCP-Server lassen sich KI-Clients wie Claude oder Codex direkt anbinden. So kann die KI im offenen Editor beim Modellieren mitbauen (setzt eine lokale Installation von layerling voraus).
Hier gehts zur Webseite: https://layerling.com/