Spontaner Nachschub für Maker: Hornbach nimmt Extrudr-Filament ins Sortiment
Wer am Wochenende dringend ein Druckprojekt fertigstellen will und plötzlich vor einer leeren Spule steht, muss nicht mehr zwingend auf den Paketboten warten. Unter dem Motto „Kreativität in 3D“ bewirbt die Baumarktkette Hornbach im aktuellen Prospekt hochwertiges 3D-Druck-Filament des in der Maker-Szene beliebten österreichischen Herstellers Extrudr. Für Besitzer von FDM-Druckern bedeutet das: Marken-Filament direkt vor Ort kaufen, ganz ohne Versandkosten und Lieferzeit.
Vom Standard-PLA bis zum technischen Filament
Für Hobby-Drucker besonders wichtig: Alle angebotenen Spulen haben den gängigen Standard-Durchmesser von 1,75 mm und passen damit auf nahezu jeden modernen Desktop-3D-Drucker.
Im Prospekt präsentiert Hornbach vier Materialien in verschiedenen Farbvarianten, die von einfachen Alltagsdrucken bis zu anspruchsvollen Funktionsbauteilen reichen. Im Onlineshop sind die Rollen als Neuheit gelistet – dort findet sich zusätzlich auch der Community-Klassiker PLA NX2 Matt.
| Material | Einsatzzweck für Maker | Gebinde | Rollenpreis | Kilopreis |
|---|---|---|---|---|
| PLA High Speed | Schnelle Standarddrucke & Prototypen | 1.000 g | 24,95 € | 24,95 € |
| XPETG Matt | Mechanisch belastbare Teile mit edler, matter Optik | 1.000 g | 29,95 € | 29,95 € |
| Durapro ASA | UV- und wetterfeste Drucke für den Außenbereich | 750 g | 25,95 € | 34,60 € |
| GT Pro | Hochbelastbare, technische Funktionsbauteile | 800 g | 44,95 € | 56,19 € |
Kein „Baumarkt-Aufschlag“: Faire Marktpreise
Oft verlangen lokale Märkte für Technik-Zubehör spürbare Aufpreise gegenüber dem Onlinehandel – bei den Extrudr-Filamenten ist das jedoch nicht der Fall. Hornbach orientiert sich exakt an den gängigen Straßenpreisen:
- XPETG Matt kostet direkt im Extrudr-Shop 29,99 Euro und liegt auch bei Amazon sowie im Fachhandel auf dem gleichen Niveau.
- Durapro ASA wird online ebenfalls für rund 26 Euro gehandelt.
- GT Pro bewegt sich bei einschlägigen Händlern im Netz regulär zwischen 44 und 45 Euro.
Spontankäufe vor Ort kosten Hobby-Drucker somit keinen Cent mehr als die Bestellung im Internet.
Vom Nischen-Versuch zur echten Szene-Marke
Dass Baumärkte mit dem 3D-Druck experimentieren, ist an sich nichts Neues: Toom startete bereits 2017 in ausgewählten Filialen einen eigenen 3D-Druckservice. Auch Hornbach wagte sich schon vor rund zehn Jahren mit dem „Idea Builder“ von Dremel samt eigenem Filament an das Thema heran und führt im österreichischen Onlineshop zudem PLA der Marke Spectrum.
Der eigentliche Gewinn für die 3D-Druck-Community ist diesmal jedoch die Wahl des Partners: Mit Extrudr zieht kein proprietäres Einsteigermaterial in die Regale ein, sondern ein etablierter Hersteller, dem viele Hobby-Drucker ohnehin schon vertrauen.